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Selectrix
Selectrix ist die von Trix 1983 eingeführte digitale Modellbahnsteuerung. Über die in den Fahrzeugen eingebauten Lokdecoder lassen sich mehrere Züge unabhängig voneineander im selben Stromkreis steuern. Andere Elemente wie Weichen und Signale lassen sich über entsprechende Funktionsdecoer steuern. Mit Hilfe von Rückmeldebausteinen ist eine Gleisbesetztmeldung möglich. Eine teilweise oder vollständige Automatisierung ist ebenso möglich wie die Steuerung über einen Computer.
2005 wurde Selectrix durch Trix Systems abgelöst, welches weitgehend dem herstellerunabhängigen DCC-Standard entspricht, aber mit Selectrix kompatibel ist.
Selectrix wird auch heute noch bei kleineren Baugrössen, wie der Spur N, verwendet, da Trix lange Zeit die kleinsten Decoder anbot. Mit Digirail, Rautenhaus und MÜT gibt es aber noch weiterhin Anbieter für Selectrix-Komponenten.
SBB GmbH
SBB
Die SBB GmbH ist eine Tochtergesellschaft der SBB. Sie betreibt den Personennahverkehr in Deutschland auf der Wiesentalbahn, der Gartenbahn und dem Seehas.
SBB Cargo
Die SBB Cargo (Schweizerische Bundesbahnen SBB Cargo AG) ist ein Tochterunternehmen der SBB für den Schienengüterverkehr. 1999 wurde die SBB als Folge der ersten Bahnreform in der Schweiz in eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft umgewandelt und in die drei unabhängigen Divisionen Personenverkehr, Güterverkehr und Infrastruktur aufgeteilt. Die SBB Cargo, mit Hauptsitz in Basel, wird somit als Division Güterverkehr geführt.
SBB Historic
Zur Erhaltung ihrer historischen Fahrzeuge haben die SBB im Jahr 2002 die Stiftung Historisches Erbe der SBB (kurz SBB Historic) gegründet. Sie unterhält das historische Rollmaterial der SBB und betreibt die Infothek in Bern mit einer umfangreichen verkehrsgeschichtlichen Bibliothek, einem historischen Archiv sowie der Plakatsammlung der SBB.
Die Schweizerischen Bundesbahnen (kurz SBB, französisch Chemins de fer fédéraux suisses CFF, italienisch Ferrovie federali svizzere FFS) ist die staatliche schweizer Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Bern.
Am 1. Januar 1902 fuhr der erste Zug, der von der SBB-Generaldirektion geführt wurde, somit gilt dieser Tag als offizielles Geburtsdatum der SBB. Bis dahin wurde der vom Bund bezahlte Betrieb zwar bereits im Auftrag der SBB, aber noch im Namen der Privatbahnen geführt.
Bis 1909 waren die fünf grössten Privatbahnen verstaatlicht und in die SBB überführt:
- Schweizerische Centralbahn (SCB)
- Schweizerische Nordostbahn (NOB, mit der Bodenseeflotte)
- Vereinigte Schweizerbahnen (VSB)
- Jura-Simplon-Bahn (JS, mit Brünigbahn)
- Gotthardbehn-Gesellschaft (GB)

Im weiteren wurden bis 1948 folgende Privatbahnen in die SBB eingegliedert:
- Jura- Neuchâtelois (JN)
- Tösstalbahn (TTB) mit Wald-Rüti-Bahn
- Seetalbahn (STB)
- Uerikon-Bauma-Bahn (UeBB)

Per 1. Januar 1999 wurden die SBB in eine öffentlich-rechtliche Aktiengesellschaft umgewandelt, deren Aktien sich zu 100% im Eigentum des Bundes befinden.
Per 1. Januar 2009 wurde der Betrieb neu strukturiert und in die vier Divisionen Personenverkehr, Güterverkehr, Infrastruktur und Immobilien aufgeteilt.
Tochterunternehmen der SBB sind die SBB Cargo AG, die Thurbo, die Region Alps und die AlpTransit Gotthard AG. Anteile hält die SBB ausserdem an der Zentralbahn, der TILO und an Lyria. Der Schienenverkehr in Deutschland wird durch die deutsche Tochterfirma SBB GmbH betrieben.

SCB
Schnellzug
Die Schweizerische Centralbahn (SCB) wurde 1853 durch Johann Jakob Speiser, Achilles Bischoff und Karl Geigy in Basel gegründet. Von Basel aus erstellte die Bahngesellschaft die Linien über Liestal - Olten nach Bern, Brugg, Thun, Biel und Luzern. Das Hauptziel der SCB war das Errichten eines schweizerischen Eisenbahnkreuzes mit dem Mittelpunkt Olten. Daher gilt Olten mit dem Bahnkilometerstein 0 als Ausgangspunkt der Kilometrierung des schweizerischen Eisenbahnnetzes.
1902 wurde die SCB mit einer Streckenlänge von 333 Kilometern in die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) eingegliedert.
SAAS
Die Société Anonyme des Ateliers de Sécheron (SAAS) war ein Genfer Unternehmen im Bereich der Elektrotechnik. 1970 war die BBC einziger Aktionär der SAAS, änderte den Namen aber erst 1982 in BBC-Sécheron AG. 1988 schliesslich fusionierte die BBC mit der schwedischen ASEA zur ABB.
Schmalspur
Eine Spurweite, die kleiner als die Normalspur (1435 mm) ist, wird als Schmalspur bezeichnet. Ausschlaggebend für den Bau einer Schmalspurbahn waren oft die niedrigeren Kosten für Bau und Unterhalt gegenüber einer Normalspurbahn. In schwierigem Gelände und engen Tälern hat die Schmalspurbahn den Vorteil, mit engeren Kurven auszukommen. Daneben ist ein leichterer Oberbau möglich, da die Beanspruchung durch die Achslasten kleiner ist.
In der Schweiz und in Deutschland sehr verbreitet ist die Meterspur (1000 mm), die etwa die Rhätische Bahn oder die Harzer Schmalsurbahnen verwenden. Eine Ausnahme in der Schweiz bildet die Waldenburgerbahn (WB, Liestal - Waldenburg) mit einer Spurweite von 750 mm. In Österreich ist überwiegend die Bosnische Spurweite (760 mm) in Gebrauch. In der Schweiz verkehren auch die meisten Strassenbahnen auf der 1000 mm Spurweite.
Schmale Spurweiten werden bei Modellbahnen mit einem Kleinbuchstaben als Zusatz gekennzeichnet. So steht das "m" für die Meterspur (z. B. Nm, 6,5 mm) oder ein "e" (Ne, 4,5 mm) für Schmalspur. Die normierten Modellbahn-Spurweiten sind in den Normen Europäischer Modellbahnen NEMNormen Europäischer Modellbahnen NEM festgehalten.
Schnellfahrstrecke
Die Zugkategorie Schnellzug (in Deutschland und Österreich auch D-Zug) bezeichnete Züge, die nur auf den wichtigsten Unterwegsbahnhöfen halten. Schnellzüge sind heute auf dem Netz der SBB wie auch der DB und ÖBB in Zugkategorien wie EuroCity, InterCity (IC), InterRegio usw. eingeteilt.
Die Ablösung der Schnellzüge hat in der Schweiz 1982 mit der Einführung der InterCity (IC) begonnen. Endgültig verschwunden sind die Schnellzüge bei den SBB 2004 mit dem Einsatz der InterRegio und RegioExpress.
Schiene
Moderne Eisenbahn-Schienen werden aus Stahl gewalzt und verschweisst. Dabei sind die Qualitätsanforderungen inzwischen so hoch, dass es heutzutage nur noch wenige spezialisierte Schienenwerke gibt. Die heute verwendete Schienenform ist die Vignolschiene (Breitfussschiene), benannt nach Charles Vignoles, der die von Robert L. Stevens entwickelte Schiene entscheidend verbessert hat. Eine heute weit verbreitete Bauform ist das Profil UIC 60 mit 60 kg/m.
Die gängigsten Spur N Standard-Schienenprofile der Modellbahngleise sind mit 2,1 mm (Code 83) und 2 mm (Code 80) massstäblich deutlich zu hoch, bedingt durch die hohen Spurkränze der Fahrzeuge. Ein vorbildgetreuerer Eindruck wird mit Finescalegleisen erreicht, die Schienenhöhe reicht von 1.8 mm (Code 70) über 1,5 mm (Code 60) bis zu 1,4 mm (Code 55). Insbesondere ältere Modelle haben sehr hohe Spurkränze, die ein befahren von niedrigen Schienenprofilen nicht erlauben, da die Räder auf den Schwellen auflaufen. Es müssen also geeignete Räder mit niedrigem Spurkranz und schmalerer Lauffläche (RP-25) verwendet werden.
Schienenprofil >> Schienen
Schienenprofil
Sécheron >> SAAS
Sécheron
Als Schnellfahrstrecken (SFS) werden BahnstreckenHochgeschwindigkeitsverkehr zulassen. Dies können sowohl Ausbaustrecken (bis etwa 250 km/h) wie auch reine Neubaustrecken (bis etwa 380 km/h) sein.
Ausbaustrecken (ABS) sind bereits bestehende Bahnstrecken, die durch umfassende Umbaumassnahmen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr eingerichtet werden. Neubaustrecken (NBS) dagegen sind völlig neu gebaute zusätzliche Strecken.
Das Trassee der Neubaustrecken muss den hohen Belastungen standhalten, die Kurvenradien müssen den Geschwindigkeiten entsprechend weit und allenfalls stark überehöht sein. Der Gleismittenabstand ist gegenüber konventionellen Strecken grösser. Auch Tunnelquerschnitte sind grösser und Tunneleinfarten weiter dimensioniert, um Druckstösse bei der Tunneleinfahrt oder bei Zugsbegegnugen zu vermindern. Sämtliche Kreuzungen der Bahnstrecke sind als Unter- oder Überführung ausgeführt.
Da der Lokführer bei den hohen Geschwindigkeiten auf die herkömmlichen Signale nicht mehr rechzeitig reagieren kann und der Bremsweg für den Abstand zwischen Vor- und Hauptsignal zu gross ist, erfolgt die Signalisation im Führerstand durch Linienzugbeinflussung (LZB; s. Zugsicherung) oder mit ETCS.
Und nicht zuletzt muss auch eine geeignete Fahrleitung installiert sein. Die Fahrdrähte bestehen aus speziellen Legierungen, die den Kontakt verbessern und Funkenflug vermeiden. Ausserdem ist die Fahrleitung sehr stark abgespannt, um Schwingungen zu minimieren.
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Schienenprofil nach UIC 60.
Semaphor >> Formsignal
Semaphor
Die Signale der Eisenbahn regeln den Ablauf und die Reihung der Züge. Sie informieren über Steigungen, den Zustand der zu befahrenen Strecken und kündigen Höchstgeschwindigkeiten an.
Im wesentlichen wird zwischen Vorsignalen und Hauptsignalen unterschieden. Andere Signale sind Zwergsignale, Weichensignale oder Signale an Fahrzeugen.
Die Signale können als Zugsignale, Rangiersignale, Geschwinigkeitssignale oder als Signale für den elektrischen Betrieb eingesetzt werden.
Spezialfahrzeuge
Signal
SLM
Spurweite
Die Spurweite bezeichnet den Abstand zwischen den Innenseiten zweier Schienen eines Gleises. Die sogenannte Normalspur von 1435 mm ist weltweit zu rund 75% gebräuchlich. In der Schweiz häufig sind Schmalspurbahnen der Meterspur, also mit 1000 mm Spurweite. Eine Ausnahme bildet die Waldenburgerbahn mit einer Spurweite von 750 mm.
Die im Modell gebrächlichsten Spurweiten sind 45 mm (Spur I und IIm Meterspur, LGB), 32 mm (Spur 0), 16,5 mm (H0), 12 mm (TT), 9 mm (N) und 6,5 mm (Z).
Spezialfahrzeuge dienen nicht dem kommerziellen Betrieb einer Bahn, sondern dem Bau und Unterhalt von Eisenbahnanlagen. Es wird daher auch von "Dienstwagen und Baumaschinen" gesprochen. Dies können Mannschaftswagen, Baufahrzeuge wie Krane oder Turmwagen, Gleisbaumaschinen und Hilfsfahrzeuge wie Draisinen sein.
Swiss Express
Streckenblock
Stromabnehmer
Spurkranz
Die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM), ein Unternehmen der Schwerindustrie wurde 1871 in Winterthur von Charles Brown gegründet. Um 1890 war SLM der grösste schweizerische Lokomotivhersteller. In Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen wie BBC, MFO und SAAS wurden die in der Schweiz schon früh verbreiteten Elektrolokomotiven gebaut. Die SLM leferte dazu die Fahrwerke und Aufbauten.
Nach Auslagerung der Lokomotiventechnik im Jahr 2000 wurde das Unternehmen 2001 in Winpro umfirmiert und 2005 schliesslich von Stadler Rail übernommen.
Stumpfgleis
Strecke >> Bahnstrecke
Strecke
Steuerwagen
Stadler Rail
Das 1942 von Ernst Stadler in Zürich gegründete Ingenieurbüro Stadler baute ab 1945 als Elektro-Fahrzeuge Ernst Stadler erste kleine Rangiertraktoren. 1951 musste das Unternehmen jedoch Konkurs anmelden.
Nach dem Neuanfang zog Ernst Stadler 1962 nach Bussnang in eine grössere Werkstätte und wandelte seine Firma schliesslich in eine Aktiengesellschaft um, die sich ab 1974 Stadler Fahrzeuge AG nannte.
Nach dem Tod von Ernst Stadler führte seine Frau die Firma weiter. Ab 1984 wurden auch Personenfahrzeuge, in erster Linie für Schweizer Privatbahnen gebaut.
1989 übernahm Peter Spuhler das Unternehmen. Aus dem neuen Konzept eines modular aufgebauten Fahrzeugs entstand 1995 schliesslich der erste Gelenktriebwagen, der Stadler GTW. Mit Übernahme des Werks Altenrhein der Schindler Waggon (SWG) wurde 1997 die Stadler Altenrhein AG gegründet. Unter der neuen Holding Stadler Rail AG wurde der Expansinskurs fortgesetzt, so wurde 1998 der Zahnradbereich der ehemaligen SLM übernommen. 2001 verkaufte Adtranz das Werk Pankow in Berlin mit zwei Fahrzeugfamilien an Stadler. Die Bieler Giesserei Swiss Metal Casting AG wurde 2004 übernommen und als Stadler Stahlguss AG weiter geführt. Mit dem Kauf der Winpro AG, an der Stadler bereits beteiligt war, kamen auch die Reste der SLM zur Stadler Rail AG.
Nach dem ersten in Serie gebauten Fahrzeug, dem GTW, entwickelte sich auch der FLIRT zum Exporterfolg. 2008 erhielt Stadler Rail den Auftrag im Wert von rund einer Milliarde Franken für den Bau von 50 Doppelstocktriebzügen (KISS) als Ergänzung der S-Bahn Zürich. Im Bereich Strassenbahnen ist Stadler mit der Variobahn und dem Tango vertreten, die auf 1435 mm wie auch auf 1000 mm Spurweite einsetzbar sind.
Stellwerk
In den Anfängen der Eisenbahn wurden die Weichen noch vor Ort durch Weichenwärter gestellt. Zur Sicherung der Weichen wurden vorerst Weichenschlösser angebracht, aus denen sich schliesslich die Schlüsselwerke entwickelten, die Vorläufer der mechanischen Stellwerke.
In den Schlüsselwerken gab es zu jedem Weichenschlüssel ein Gegenstück, mit denen der Wärter die Fahrstrassen einstellen konnte. Nur alle Schlüssel einer Fahrstrasse gaben den Hauptsignalschlüssel frei, mit dem der Weichenwärter vor Ort das Signale auf Fahrt stellen konnte.
Mit den mechanischen Stellwerken, in denen die Stellhebel mit Muskekraft bedient werden, konnten dann die Weichen und Signale von einem zentralen Punkt aus (fern-)gestellt werden. Anfangs gab es noch verschedene Bauformen, in der Schweiz, wie auch in Deutschland und Österreich hat sich jedoch das Hebelwerk mit Drahtzugleitungen durchgesetzt.
Elektromechanische Stellwerke (Schalterwerke) vereinfachen die Bedienung erheblich, da keine Körperkraft mehr eingesetzt werden muss. Die Bedienung erfolgt meist über Drehschalter. Die Stellvorgänge werden elektrisch durchgeführt, dazu sind Weichen, Gleissperren und Formsignale mit elektrischen Antrieben versehen.
Mechanische und elektromechanische Stellwerke sind innerhalb ihres Stellbereichs, meist hoch stehend platziert, um eine ausreichende Übersicht über den Stellbereich zu gewährleisten. Dies ist bei modernen Gleisbildstellwerken nicht mehr zwingend notwendig, da die Prüfung des Fahrwegs und Gleisbesetztmeldung auf elektronischem Weg erfolgen. Die Übertragungswege sind - theoretisch - beliebig ausdehnbar, allerdings ist die Stellentfernung vom Stellwerk zu Weichen und Signalen beschränkt. Dies zeigt sich beispielsweise am Stellwerk Basel SBB, das zukünftig (ab 2015) von Olten aus ferngesteuert werden soll. Auch wenn der Kommandoraum verlegt wird, bleibt die Technik zur Steuerung der Schaltungen vor Ort in Basel.
Speichenrad
Strassenbahn
Die Strassenbahn, das Tram in der Schweiz, ist ein Transportmittel des Stadtverkehrs, das an die Gegebenheiten des Strassenverkehrs angepasst ist. Die Strassenbahn verkehrte ursprünglich nur auf Gleisen, die in die Strasse eingelassen waren oder als Überlandstrassenbahn, die Stadtteile oder Stadtzentren mit Vororten verbindet, auf eigenem Trassee. In der Regel verkehren Strassenbahnen auf Normalspur-Gleisen (1435 mm) oder der Meterspur (1000 mm).
In der Schweiz gelten Strassenbahnen nach dem Eisenbahngesetz (EBG) als Nebenbahnen, also als Eisenbahnen. Auch in Österreich sind Strassenbahnen als Eisenbahnen definiert. In Deutschland werden Strassenbahnen nach einer eigenen Verordnung betrieben (BOStrab), sie unterscheiden sich also von Eisenbahnen.
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Der Spurkranz, der sich an der inneren Radseite befindet, hält das Rad im Gleis. Durch das Anlaufen der Spurkränze (Spurkranzanlauf) eines Radsatzes an den inneren Schienenköpfen, wird das Querspiel (Spurspiel) eines Schienenfahrzeugs begrenzt.
Aus technischen Gründen haben die Modellbahn-Räder traditionell massstäblich viel zu hohe Spurkränze. Vorbildgetreuer wirken RP-25 Finescale-Radsätze, die aber wegen ihrer schmaleren Lauffläche nur bedingt auf den herkömmlichen Gleisen mit hohem Schienenprofil einsetzbar sind.
Ein Stumpfgleis (Sackgleis, Stumpengleis) hat nur einseitig einen Weichenanschluss und wird am Ende in der Regel durch einen Prellbock gesichert. In einem Kopfbahnhof beispielsweise sind alle Gleise Stumpfgleise.
Der Streckenblock dient der Sicherung von Zugfahrten. Durch die Unterteilung in einzelne Blockabschnitte können mehrere Züge auf einer Strecke fahren. Der Streckenblock sorgt durch Signalabhängikeit dafür, dass sich in einem Block immer nur ein Zug befindet. Das Hauptsignal am Anfang eines Blocks bleibt solange geschlossen, bis der vorausgegangene Zug die Blockstrecke verlassen hat und von einem haltzeigenden Signal gedeckt ist. In den nun frei gewordenen Block kann der folgende Zug einfahren.
Stromabnehmer bei Modellbahn-Triebfahrzeugen können wie beim Vorbild als Dachstromabnehmer (Pantographen) ausgeführt sein. Diese sind aber - insbesondere bei Spur N Fahrzeugen - oft ohne Funktion, also rein technisch gesehen keine echten Stromabnehmer. Die Sromabnehmer sitzen in Form von Kontaktstreifen am Fahrzeugchassis und nehmen den Fahrstrom von den Rädern ab.
Steuerwagen werden in Pendelzügen eingesetzt, um beim Fahrtrichtungswechsel in einem Endbahnhof ein aufwendiges Umsetzen der Lok zu vermeiden. Um den Zug mit dem Steuerwagen zu führen, sind die nachschiebende Lok und der Steuerwagen mit einer Vielfachsteuerung verbunden, mit der die Lok ferngesteuert wird.
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Das Prinzip des Streckenblocks in einer vereinfachten schematischen Darstellung.
Bei eingleisigen Strecken verhindert der Streckenblock zudem, dass die Blockstrecke von einem Gegenzug befahren wird. Bei freiem Block zwischen zwei Bahnhöfen bzw. zwei Stellwerken, kann nur das Stellwerk das die Zustimmung (die Fahrrichtung) hat, ein Ausfahrsignal öffnen. Beim Stellwerk in der Gegenrichtung sind die Ausfahrsignale gesperrt. Sobald sich ein Zug im Block befindet,kann kein Ausfahrsignal mehr geöffnet werden.
Bei den SBB sind sämtliche Hauptlinien vollständig mit automatischem Block eingerichtet, was kürzere Zugfolgezeiten erlaubt. Die Handrückmeldung gibt es lediglich noch auf einigen wenigen, meist einspurigen Nebenlinien.
Der Swiss-Express wurde als Zugkategorie bei den SBB 1975 als Ersatz der Städteschnellzüge auf der Lini St. Gallen - Genf eingeführt. Die orange-steingrau lackierten Züge wurden dabei immer gleich aus 14 klimatisierten Einheitswagen EW III und einer von acht speziell eingerichteten Re 4/4 II gebildet. Lokomotiven und Wagen waren mit der automatischen UIC-Kupplung ausgerüstet. Die vorgesehene Neigetechnik der Wagen bewährte sich beim Swiss-Express jedoch nicht.
Mit der Einführung des Taktfahrplans 1982 wurde die Zugkategorie Swiss-Express aufgegeben und durch die IC ersetzt. Die Lokomotiven und Endwagen wurden auf Schraubenkupplungen umgerüstet. Sieben Zweitklasswagen wurden zu Steuerwagen mit Vielfachsteuerung umgebaut.
2004 wurden die Wagengarnituren und einige Re 4/4 II an die BLS verkauft, wo sie den neuen BLS-Anstrich erhielten.
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GTX12014 4
GTX12014 7
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