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R
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Ein Radsatz bei Schienenfahrzeugen besteht aus der Radsatzwelle und den beiden Rädern ( Radscheiben). Wir unterscheiden hierbei zwischen angetriebenen Radsätzen (Triebradsatz, Triebachse), die Beschleunigungs- und Bremskraft auf die Schienen übertragen und antriebslosen Laufradsätzen (Laufradsatz, Laufachse), die zur Führung des Fahrzeugs auf dem Gleis dienen.
Radsatz
Radlenker >> Weiche
Radlenker
Eisenbahnräder unterscheiden sich zum einen in der Bauart als Scheiben- oder Speichenräder mit Radreifen und als Vollscheibenräder, zum anderen in ihrer Funktion als Triebräder oder antriebslose Laufräder.
Die ersten Eisenbahnräder waren, aus dem Kutschenbau abgeleitet, hölzerne Speichenräder mit geschmiedeten Radreifen. Auch bei moderneren Dampflokomotiven und den ersten E-Loks wurden zur Gewichtsersparnis noch weiterhin Speichenräder aus Stahl mit Radreifen verwendet.
Rad
Radreifen >> Rad
Radreifen
Railjet
Der Railjet (RJ) der Österreichischen Bundesbahnen ist im Gegensatz zu den von anderen Bahngesellschaften eingesetzten Triebzügen ein lokbespannter Hochgeschwindigkeitszug. Er zählt zu den schnellsten lokbespannten Zügen der Welt. Die als Wendezug mit Steuerwagen konzipierten Züge bedienen im internationalen Fernreiseverkehr unter anderem die Linie Wien-Salzburg-Innsbruck-Bregenz-Zürich.
Die Radreifen, die zugleich die Lauffläche der Räder bilden, werden auf den Radkörper aufgeschrumpft, d.h. der Radreifen wird durch erhitzen ausgedehnt und auf den Radkörper gesteckt. Beim Abkühlen zieht sich der Reifen soweit zusammen, dass eine kraftschlüssige Verbindung zum Radkörper entsteht. Die Demontage erfolgt beim Radreifen durch aufbrennen, das Rad muss dazu nicht von der Achse gelöst werden und kann in der Regel wieder verwendet werden. Heute wird bei Triebfahrzeugen ebenso wie bei Wagen vermehrt das Vollscheibenrad (Monobloc) eingesetzt. Das Vollrad ist leichter als ein Rad mit Radreifen und kann weiter abgefahren werden.
Verschlissene Vollscheibenräder werden nicht wieder verwendet, sondern verschrottet. Vollräder werden mit einer Radsatzpresse auf die Achse aufgepresst und danach ausgewuchtet. Die Demontage erfolgt durch das Abpressen.
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Speichenräder einer Dampflokomotive mit Radreifen und Gegengewichten.
RAlpin AG >> RoLa
RAlpin
Der Begriff Regionalzug bezeichnet Züge des Personennahverkehrs. Er kann als Oberbegriff für verschiedene Zuggattungen stehen, aber je nach Land auch für eine ganz bestimmte Zugkategorie verwendet werden. In der Schweiz hat der Regionalzug den Personenzug (umgangssprachlich der "Bummler") abgelöst. Er wird offiziell als Regio bezeichnet oder mittlerweile auch als Regio S-Bahn. In Deutschland umfasst der Begriff Regionalzug mit Regionalbahn, Regional-Express und Interregioexpress verschiedene Zuggattungen des Nahverkehrs. In Österreich wiederum entspricht der Regionalzug dem schweizerischen Regio.
Regionalzug
Die in der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung Remise steht für ein Depot, in dem Fahrzeuge gewartet oder repariert werden. In Deutschland wird ein Depot als Bahnbetriebswerk oder kurz Betriebswerk (BW) bezeichnet.
Remise
Mit der Rekuperationsbremse (Nutzbremse) wird beim Bremsen die Brems- oder Bewegungsenergie in Form von elektrischem Strom zurückgewonnen. Dieser Strom kann in einen Speicher (Akkumulator) oder in die Fahrleitung zurück gespeist werden.
Rekuperationsbremse
Reisezug
Mit Reisezug als Oberbegriff werden Züge des Personenverkehrs im allgemeinen bezeichnet. Umgangssprachlich sind damit eher Züge des Fernverkehrs gemeint, im Gegensatz zum Personenzug, einer ehemaligen Zugkategorie (heute Regio, Regionalzug) des Nahverkehrs.
Rangiersignale dienen der Regelung von Rangierbewegungen sowie dem gegenseitigen Schutz von Rangierbewegungen unter sich oder gegen Zugfahrten.
Rangierlok
Rangiersignale
Rangierbahnhof
Rangieren
Unter Rangieren versteht man das Bewegen von einzelnen Fahrzeugen oder von Fahrzeuggruppen, mit Ausnahme von Zugfahrten. Dazu gehört beispielsweise das Auflösen und Bilden von Zügen, das Umsetzen von Wagen oder Wagengruppen, das Bereitstellen und Abholen von Wagen an Verladeeinrichtungen (z. B. Ladestrassen oder Laderampen) und in Anschlussgleisen, die Bewegung einzelner Triebfahrzeuge innerhalb des Bahnhofs oder das Umsetzen der Lok eines im Endbahnhof wendenden Zuges.
Rangierbahnhöfe dienen der Zugbildung im Güterzugverkehr. Im Rangierbahnhof werden eingehende Züge aufgelöst und die einzelnen Wagen nach ihrem weiteren Zielort neu sortiert. Dazu ist ein Rangierbahnhof in verschiedene Gleisgruppen aufgeteilt. In der Einfahrgleisruppe werden die eingefahrenen Güterzüge zerlegt und die einzelnen Wagen danach in der Richtungsgruppe sortiert und den in den Richtungsgleisen neu zusammengestellt.
Eine Rangierlokomotive wird im Gegensatz zu einer Streckenlok nicht für Zugfahrten eingesetzt. Für den Rangierdienst in Bahnhöfen sind Rangierlokomotiven speziell ausgerüstet. Typische Merkmale sind das zur besseren Übersicht meist in der Lokmitte angeordnete Führerhaus, Rangiertritte und Griffstangen bzw Geländer für mitfahrende Rangierer. Viele Rangierloks sind mit Dieselmotor (s. Diesellok) ausgestattet, um auch Gleisabschnitte ohne Fahrleitung befahren zu können. Antrieb und Gewicht der Loks sind dabei weniger auf hohe Geschwindigkeit als auf starke Zugkraft ausgelegt.
RhB
1889 wurde auf Initiative des in Davos ansässigen Niederländers Willem Jan Holsboer im Kanton Graubünden die erste Meterspurstrecke, Landquart - Davos, der Schmalspurbahn Landquart-Davos AG (LD) eröffnet. Pläne, bzw. Konzessionen zur Erweiterung der Bahn waren bereits vorhanden, weshalb der Name der Gesellschaft 1896 in Rhätische Bahn (RhB) geändert wurde. Nach einem Volksentscheid über ein neues kantonales Eisenbahngesetz übernahm der Kanton einen Grossteil der Aktien, wodurch die RhB zur Bündner Staatsbahn wurde.
Heute ist die RhB mit einem Schienennetz von knapp 400 Kilometern nach der BLS die zweitgrösste Privatbahn der Schweiz.
Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den 1970er Jahren, begann die RhB ihr Streckenangebot mit den Express-Zügen "Bernina-Express" und "Glacier-Express" touristisch zu vermarkten. Ein weiteres Standbein ist der Autoverlad durch den 1999 eröffneten Vereina-Tunnel.
Am 7. Juli 2008 wurden die Strecken der Albulalinie und der Berninabahn in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Der Bund und der Kanton Graubünden haben sich damit verpflichtet, die beiden Strecken mit ihrer Umgebung in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten, was aber nicht bedeutet, dass veraltete Einrichtungen nicht modernisiert werden dürfen.
RoLa
Die Rollende Landstrasse - kurz RoLa genannt - als Transportsystem für den kombinierten Verkehr auf der Schiene, bedient vor allem den Transitverkehr von der Schweiz nach Italien oder von Österreich nach Osteuropa und Italien. Die erste RoLa in der Schweiz verkehrte bereits 1968. Durch den Ausbau der Strecken können seit 2001 bis zu 44 Tonnen schwere Lastwagen transportiert werden. Das Güterverkehrsverlagerungsgesetz (GVVG) verlangt, bis zur Fertigstellung der NEAT den alpenquerenden Güterverkehr von der Strasse auf die Bahn zu verlagern.
Zum verladen ganzer Sattelzüge sind die RoLa aus speziellen kurzgekuppelten Niedebordwagen gebildet, die durchgehend befahren werden können. Zur Unterbringung der LKW-Fahrer während der Fahrt sind Begleitwagen (oft Liegewagen) angehängt.
In der Schweiz wird die RoLa von der Ralpin AG in Olten betrieben, in Österreich von der Ökombi GmbH, einer Tochtergesellschaft der Rail Cargo Austria.
RIC
Das RIC (Regolamento Internazionale delle Carrozze) als Reglement, das die technischen Bedingungen für international einsatzfähige Reisezugwagen bestimmt, wurde 1922 von den europäischen Bahnverwaltungen eingeführt. Wagen, die das Symbol RIC tragen, dürfen bei allen RIC-Bahnen verkehren. Sind im RIC-Raster Länderkürzel angegeben, dann ist der entsprechende Wagen nur für die angegebenen Länder zugelassen.
Die RIC-Wagennummern beginnen mit 51, 52, 53, 61, 62, 63, 71 oder 73. Ein Ankersymbol zeigt die Zulässigkeit der Benutzung von Eisenbahnfähren an.
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Rungenwagen
Rollmaterial
Der Begriff Rollmaterial oder rollendes Material umfasst alle Fahrzeuge der Eisenbahn wie Lokomotiven, Triebwagen, Personenwagen und Güterwagen oder Spezialfahrzeuge.
Sogenannte RP-25 Räder oder Radsätze sind Finescale-Räder nach der US-amerikanischen Norm. Die Räder vermiteln durch den niedrigeren Spurkranz und die schmalere Lauffläche ein vorbildgetreueres Aussehen wie die konventionellen Räder europäischer Modelle nach NEM-Normen.
Für den Einsatz von RP-25 Radsätzen ist allerdings auch ein geeignetes Gleis mit grösseren Kurvenradien und vor allem keineren Herzstücklücken der Weichen notwendig.
Umgekehrt können Fahrzeuge mit gebräuchlichen NEM-Radsätzen nicht auf Finescalegleisen fahren, da die Spurkränze für die feinen Schienenprofile zu hoch sind.
RP-25
Rungenwagen sind Flachwagen, bei welchen an den Seiten lange, zuerst hölzerne, später metallene Rungen eingesteckt werden. Die Rungen (genauer Steckrungen) dienen zur Sicherung der Ladung. Als zusätzliche Sicherung können an den Rungen auch Seile oder Planen befestigt werden.
Das UIC-Gattungszeichen für Rungenwagen lautet Kb (mit Rungen) oder Kl (ohne Rungen).
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Spur N Rungenwagen von Arnold.
Eine RoLa mit BLS Lok im Bahnhof Liestal.
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Der Landwasserviadukt der Albulalinie.
Foto: Bernhard Studer
RIV
Das RIV (Regolamento Internazionale Veicoli oder Regolamento Internazionale dei Veicoli) als Reglement für international einsatzfähige Güterwagen, war ein 1922 von europäischen Eisenbahnen eingeführtes Abkommen, das 2006 durch den Allgemeinen Vertrag für die Verwendung von Güterwagen (AVV) abgelöst wurde. Das Zeichen RIV steht jedoch weiterhin für international einsetzbare Güterwagen.
Im RIV wurde festgelegt, welche technischen Bedingungen ein Wagen erfüllen muss, um international ohne gesonderte Zulassung eingesetzt werden zu dürfen. Ein Wagen, der diese Bedingungen erfüllt, trägt ist mit dem RIV-Symbol gekennzeichnet.
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