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Das Unternehmen Gebr. Märklin & Cie. GmbH wurde 1859 von Theodor Friedrich Wilhelm Märklin als Spielzeughersteller im schwäbischen Göppingen gegründet. 1888 übernahmen Eugen und Karl Märklin das Unternehmen als Gebr. Märklin. Produziert wurden damals Puppenküchen, Modelle von Schiffen und Karren, Karussells, Kreisel und Bodenläufer. 1891 präsentierten die Gebrüder Märklin erstmals eine Eisenbahn in Form einer Spur 1 Uhrwerkbahn. Dies war der Grundstein zum Welterfolg der späteren Märklin Modelleisenbahnen. 1926 wurde eine mit 20 V Wechselstrom elektrisch betriebene Bahn eingeführt, die entgegen den in der Laufzeit beschränkten Uhrwerk- und Spirituslokomotiven, einen dauernden Spielbetrieb ermöglichte.
1935 stellte Märklin eine "Tischeisenbahn" im Massstab 1:87 vor, was der Hälfte der bislang kleinsten Baugrösse "0" entsprach. Die ursprüngliche Bezeichnung der Spurweite mit "00" wurde 1950 in "H0" (Halb-Null) geändert.
1969 wurde die Spur I wieder im Märklin-Katalog aufgenommen, für die 1984 mit dem "Schweizer Krokodil" ein Highlight heraus kam. In den 90er Jahren versuchte Märklin mit der "Maxi.Bahn", einer Spielbahn für Kinder in der klassischen Blech-Technologie, die Spur I attraktiver zu gestalten, allerdings ohne den erhofften Erfolg.
1972 stellte Märklin zur Nürnberger Spielwarenmesse die Spur Z im Massstab 1:220 als damals kleinste serienmässig hergestellte Modelleisenbahn der Welt vor.
1984 führte Märklin eine digitale Modellbahnsteuerung im sogenannten Motorola-Format für die Spuren I und H0 ein. Damit konnten bis zu 80 Loks und 256 Weichen oder Signale gesteuert werden.
1997 übernahm Märklin die Firma Trix aus Nürnberg. Die Absatzprobleme bei den Modelleisenbahnen führten dazu, dass die Firma Märklin schliesslich selbst verkauft wurde. 2006 wurde das Unternehmen von der britischen Finanzgruppe Kingsbridge Capital übernommen.
Am 4. Februar 2009 meldete Märklin die Insolvenz an. Am 21 Dezember 2010 hat der Grossteil der Gläubiger dem Insolvenzplan des Insolvenzverwalters Michael Pluta zugestimmt, so dass das Unternehmen inzwischen wieder mit positiven Ergebnissen arbeitet.
Märklin
Mehrsystemfahrzeug
Ein Mehrsystemfahrzeug kann unter verschiedenen Bahnstromsystemen verkehren. So kann der aufwendige Lokomotivwechsel an den Grenzen entfallen. Je nach Einsatzzweck gibt es Zwei-, Drei- oder Viersystem-lokomotiven und -triebwagen, bzw. -triebzüge. Mehrsystemfahrzeuge werden seit den 1960er Jahren eingesetzt (z. B. DB Baureihen 180 - 189, SBB RAe TEE II). Viersystemfahrzeuge können auf allen elektrifizierten europäischen Normalspurstrecken verkehren.
Die Mehrsystemfahrzeuge müssen den Bestimmungen und den technischen Anforderungen der verschiedenen Länder entsprechen. Sie sind daher mit verschiedenen Stromabnehmern ausgerüstet und verfügen über die nötigen Zugsicherungssysteme.
Moderne E-Loks aus sogenannten Lokfamilien, wie beispielsweise die EuroSprinter- oder TRAXX-Familie, sind bereits so konzipiert, dass sie als Einsystem- oder Mehrsystemlok ausgeführt werden können. Ein Problem stellen noch die je nach Land unterschiedlichen Zugsicherungssyteme dar, für welche die Triebfahrzeuge entsprechend ausgerüstet werden müssen, was mitunter hohe Kosten verursacht. Abhilfe soll hier ein standardisiertes europäisches Zugsicherungssystem, das ETCS schaffen, das aber noch längst nicht überall zur Verfügung steht.
Massstab
Der Massstab im Modellbau meint das Grössenverhältnis des Modells zum Original. Die Spur N beispielsweise ist im Massstab 1:160 gehalten, also 160 mal kleiner als das Vorbild. Eine Nenngrösse bei Modelleisenbahnen bezieht sich auf den Massstab und nicht, wie oft fälschlicherweise verwendet, auf die Spurweite.
Meterspur
Die Meterspur als Schmalspur mit einer Spurweite von 1000 mm ist weltweit sehr verbreitet, oft sogar als Spurweite der Hauptbahnen. Auch viele Strassenbahnen fahren auf der Meterspur.
Sehr bekannte Schmalspurbahnen mit Meterspur sind beispielsweise die Rhätische Bahn (RhB) und die Harzer Schmalspurbahnen (HSB), zu der die Harzquerbahn, die Selketalbahn und die Brockenbahn gehören.
Bei Modellbahnen wird die Meterspur mit dem Zusatz "m" gekennzeichnet, z. B. Nm (Spurweite = 6,5 mm).
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Der RAe TEE II der SBB verkehrte als Viersystem-Triebzug auf dem europäischen TEE-Netz.
Zweisystemlok Re 485 (TRAXX F140 AC1) der BLS.
Foto: BLS
Foto: SBB
Die bereits bestehenden nationalen Verbände der Modelleisenbahnfreunde schlossen sich 1954 zum europäischen Dachverband MOROP zusammen (zunächst "Verband der Modelleisenbahner Europas", später erweitert zum "Verband der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas").
Dem MOROP sind heute 22 Landesverbände mit mehr als 30.000 Einzelmitgliedern aus 17 europäischen Ländern angeschlossen. Wichtigstes Ziel des Verbandes ist die Ausarbeitung der Normen Europäischer Modellbahnen (NEM). Mit dieser Aufgabe wurde die "Technische Kommission" des MOROP betraut, die durch Ergänzungen und Revision das Normenwerk ständig dem Entwicklungsstand der Modellbahntechnik anpasst. In den Gremien des MOROP arbeiten Repräsentanten von verschiedenen europäischen Ländern aktiv mit.
Die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO), ein schweizer Unternehmen, gegründet 1876 von Peter Emil Huber-Werdmüller mit Sitz in Oerlikon (späterer Stadtteil von Zürich), stellte vor allem Werkzeuge, Maschinen sowie elektrische Lokomotiven her, darunter auch das legendäre "Krokodil".
Aus den drei Produktbereichen der MFO gingen so bedeutende Unternehmen hervor wie die Brown, Boveri & Cie. (Übernahme der MFO 1967), die spätere ABB und Adtranz.
Metro ist ein international häufig verwendetes Synonym für "U-Bahn", das auf den englischen Begriff Metropolitan Railway in London sowie das französische Chemin de fer métropolitain, kurz Métro, in Paris zurückgehen dürfte. Auch in Spanien, Italien, Russland oder Polen wird der Begriff Metro verwendet. In Frankreich und Spanien ist "Metro" überdies ein geschützter Markenname der U-Bahnbetreiber.
Metro
MFO
MOROP
MRCE >> Dispolok
MRCE
Mehrfachtraktion
Wird ein Zug von mehreren Triebfahrzeugen gemeinsam befördert, wird dies als Mehrfachtraktion bezeichnet. Dabei werden die Fahrzeuge zentral vom ersten Triebfahrzeug an der Zugspitze mittels einer Vielfachsteuerung ferngesteuert.
Die Doppeltraktion, also ein von zwei Lokomotiven geführter Zug, resp. zwei gekuppelte Triebwagen oder Triebzüge, ist die einfachste Form der Mehrfachtraktion. Entsprechend gibt es die Dreifachtraktion, Vierfachtraktion usw. Die mögliche Gespanngrösse wird durch die Zughakenlast begrenzt.
Mehrfachsteuerung >> Vielfachsteuerung
Mehrfachsteuerung
1959 brachte der traditionsreiche Hersteller TRIX eine Modellbahn im Massstab 1:180 mit der Bezeichnung Minitrix heraus. Die Lokmodelle waren nicht motorisiert, ein Gleissystem gab es ebenfalls nicht, weswegen die Bahn bald den Übernahmen "Schiebetrix" erhielt.
Das Spur N Programm im genormten Massstab 1:160 wurde 1964 eingeführt, zuerst noch unter der Bezeichnug "Minitrix electric", später als Minitrix.
Minitrix
Mehrsystemlokomotive >> Mehrsystemfahrzeug
Mehrsystemlokomotive
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