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K
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Mit dem Begriff Kapspur wird eine Spurweite von 3 1/2 Fuss, resp. 42 Zoll bezeichnet, was umgerechnet 1067 Millimetern entspricht. Die Bezeichnung Kapspur wird gerne mit Südafrika in direkten Zusammenhang gebracht, weil dort viele Bahnen in dieser Spurweite gebaut wurden. Ursprüngliche lautete die Bezeichnung allerdings CAP-Spur, nach den Initialen des Eisenbahningeneurs Carl Abraham Pihl, dessen erste in Kapspur gebaute Strecke 1862 in Norwegen eröffnet wurde.
In der Nenngrösse N wird die Kapspur analog zur Meterspur mit Nm bezeichnet und entspricht einer Spurweite von 6,5 mm.
Kapspur
Die Standardkupplung bei amerikanischen Modellbahnen ist die Kadee-Kupplung, eine dem Vorbild nachempfundene Klauenkupplung. Sie ist vollständig aus Metall, also sehr stabil und betriebssicher. Mit den europäischen Kupplungen ist die Kadee-Kupplung nicht kompatibel.
Kadee-Kupplung
Kato als Marke des 1957 gegründeten Unternehmens K.K. Sekisui Kinzoku hat sich mittlerweile zum grössten japanischen Modellbahnhersteller entwickelt. Auch wenn inzwischen H0-Modelle produziert werden, liegt der Schwerpunkt des Kato-Sortiments nach wie vor bei der Nenngrösse N.
KATO
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1981 begann die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Unternehmen Hobbytrain, unter dessen Namen auch viele der Modelle nach europäischem Vorbild vertrieben wurden. Die Modelle von Kato/Hobbytrain, wie etwa die Re 6/6 der SBB, setzten in den 1980er Jahren neue Massstäbe für Detailierung und Laufeigenschaften von Spur N Modellen. Hobbytrain wurde 2002 vom europäischen Generalimporteur Wolfgang Lemke GmbH übernommen.
Neben den Fahrzeugmodellen produziert Kato ein eigenes Gleissystem, das Unitrack Gleis mit Schotterbettung. An der Bettung sind spezielle Steckverbindungen angebracht, eine Verbindung mit anderen Gleissystemen ist daher nur mit einem Übergangsgleis möglich. Besonderheit sind die sehr flachen im Schotterkörper liegenden Unterflur-Weichenantriebe.
Kato/Hobbytrain Modell der SBB E-Lok Re 6/6.
Kreuzungsweiche
Kesselwagen
Im Gegensatz zu den alten Standardkupplungen, die mehr oder weniger fest am Wagenboden oder an Drehgestellen eingebaut sind, können neuere Kupplungen und Kurzkupplungen freizügig verwendet werden. Zu diesem Zweck wurde in den Normen Europäischer Modellbahnen (NEM) eine einheitliche Kupplungsaufnahme (Kupplungsschacht, Normschacht) für Kupplungsköpfe festgelegt, welche für Modellbahnhersteller als verbindlich zu betrachten ist.
Lokomotiven und Wagen werden mit Kupplungen untereinander verbunden. Die meist verwendete Kupplung beim Vorbild ist heute die manuell bediente UIC-Schraubenkupplung, bei welcher der Zugbügel über dem Zughaken eingehängt wird. Je nach Ausführung sind die Fahrzeuge zusätzlich mit Bremsschläuchen und elektrischen Kabeln verbunden. Fahrzeuge mit Schraubenkuppung sind überdies mit Federpuffern (s. Puffer) ausgestattet.
Kesselwagen mit einem oder mehreren geschlossenen Behältern werden zum Transport von Flüssigkeiten und Gasen verwendet. Grundsätzlich werden zwei Gruppen unterschieden: Druckgaskesselwagen, die in Europa mit einem orangen Längsstreifen in der Kesselsmitte gekennzeichnet sind und Minerlölkesselwagen. Wagen dieser Bauart mit einer Zwangsbelüftung sind mit einer senkrechten weissen Bauchbinde in Wagenmitte versehen.
Behälterwagen für die Beförderung staubförmiger Güter zählen nicht zu den Kesselwagen, sondern fallen unter die Sonderwagen der (UIC-) Gattung U.
Eine Kuppelachse ist eine Triebachse, die mit mindestens einer weiteren Triebachse zusammen angetrieben wird. Die Verbindung für den gemeinsamen Antrieb erfolgt gewöhnlich durch eine Kuppelstange, die an exzentrisch am Rad angebrachten Kurbelzapfen befestigt ist.
Die gegenüber dem Vorbild massstäblich zu kleinen Bogenradien bei Modellbahngleisen lassen ein vorbildgerechtes Puffer-an-Puffer fahren nicht zu. Um bei kurz gekuppelten Fahrzeugen den erforderliche Abstand im Gleisbogen zu erhalten, werden die steif verbundenen Kurzkupplungen in entsprechend geformten Führungen, der sog. Kurzkupplungskulisse bewegt.
Mir der Kurzkupplung wird bei Modellbahnen ein möglichst geringer Pufferabstand zwischen zwei Fahrzeugen erreicht. In Kurven wird der Pufferabstand durch eine im Wagenboden untergebrachte Kurzkupplungskinematik (KKK) vergrössert, um so ein problemloses Durchfahren des Bogens ohne Überpufferung zu ermöglichen. Dazu muss die Kurzkupplung im Gegensatz zur Standardkupplung eine starre Verbindung zwischen den zwei Fahrzeugen herstellen.
Eine durch Weichen ergänzte Gleiskreuzung wird als Kreuzungsweiche bezeichnet. Bei einer einfachen Kreuzungsweiche ist der Übergang zu einem kreuzenden Gleis möglich. Die doppelte Kreuzungsweiche (DKW) ermöglicht den Übergang zu beiden kreuzenden Gleisen. Kreuzungsweichen werden aufgrund des höheren Verschleisses nur noch in Ausnahmefällen, z. B. bei beengten Verhältnissen eingebaut.
Bei der Kreuzung unterscheiden wir einerseits zwischen der höhenfreien Kreuzung zweier Gleise oder Strecken auf unterschiedlichem Niveau und der höhengleichen Gleiskreuzung, sowie andererseits der Zugkreuzung auf einer Strecke.
Kupplungsschacht
Kreuzung
Kupplung
Kuppelachse
Kurzkupplungs-
kinematik (KKK)
Kurzkupplung (KK)
Die Firma Kibri (Kindler & Briel GmbH) begann 1895 in Böblingen mit der Herstellung von Blech-Spielwaren und Zubehör für Modelleisenbahnen in Württemberg. Das heutige Programm umfasst Gebäude-Bausätze und Modellbahnzubehör in den Grössen H0, N und Z sowie Schienen und Strassenfahrzeuge in 1:87.
Der Sitz des Unternehmens befand sich von 1895 bis 2007 in Böblingen und von 2007 bis 2010 in Schopfloch. Im Juli 2010 musste Kibri Insolvenz anmelden und wurde von Viessmann übernommen.
Kibri
Der Kopfbahnhof oder Sackbahnhof ist die älteste Bahnhofs-Bauart. Hier enden eine oder mehrere Strecken in Stumpfgleisen. Eine Durchfahrt ist also, im Gegensatz zum Endbahnhof, nicht möglich.
Kopfbahnhof
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Die Bezeichnung Krokodil für Elektrolokomotiven geht ursprünglich auf die SBB-Loks Ce 6/8 II und Ce 6/8 III zurück. Der dreiteilige Lokkasten, der an Maul, Körper und Schwanz des Reptils erinnert, dazu der schaukelnde Lauf mit dem Stangenantrieb und die grüne Farbgebung dürften diese Bezeichnung geprägt haben.
Die Schweizer Krokodile wurden für den schweren Güterzugdienst auf den Gotthardrampen beschafft. Um bei der notwendigen Grösse die Kurvenfahrt zu ermöglichen, wurde der Aufbau in drei Teilen gelenkig ausgeführt.
Ähnliche Lokomotiven standen bei der ÖBB als Reihe 1088 und 1089 im Dienst. Auch für die Seetalbahn (De 6/6) und die RhB
(Ge 6/6) wurden Krokodile gebaut. In Deutschland werden die E 93 (BR 193) und E 94 (BR 194) als Krokodil bezeichnet.
Krokodil
Kurswagen sind Reisezugwagen mit eigenem Laufweg, der vom Lauf des restlichen Zuges abweicht. Sie werden deshalb einzeln von einem Zug auf einen anderen umgestellt. So ist für eine umsteigefreie Verbindung auch auf weniger frequentierten Linien gesorgt.
Kurswagen
Die Fahrpläne eines bestimmten Gebiets - meist eines Landes - werden im Kursbuch zusammengefasst. Dabei sind die einzelnen Linien der Verkehrsmittel als Fahrplanfelder in der Schweiz oder als Kursbuchstrecken in Deutschland tabellarisch dargestellt.
Kursbuch
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Minitrix Modell der SBB E-Lok Be 6/8 III 13305 "Krokodil".
Der Stadler KISS (komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sowohl als S-Bahn-Zug wie auch als Fernverkehrszug (Intercity- und Interregio- Verkehr) lieferbar. Die ersten Züge verkehren ab Dezember 2012 fahrplanmässig auf der Linie 12 der Zürcher S-Bahn. Bis Ende 2015 sollen 29 Züge den Betrieb aufnehmen.
Die von der Stadler Rail AG gebauten Züge bieten bequemere Niederflur-Einstiege, mehr Beinfreiheit und ein besseres Klima. Die neuen Kompositionen sind gegenüber den alten Zügen 150 statt 100 Meter lang. Wegen dem komfortableren Ausbau bieten sie allerdings weniger Sitplätze. Der obere Stock ist um einiges grosszügiger, weil breiter gebaut. Ermöglicht wird dies durch die Bodenheizung. Jeder Wagen besitzt zwei Toiletten, davon eine rollstuhlgängige. Schliesslich ist der ganze Zug videoüberwacht und über Notsprechstellen in den Eingangsbereichen direkt mit der Transportpolizei verbunden
KISS
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Schraubenkupplung an einer Re 4/4 II.
Bei Strassenbahnen oder Schmalspurbahnen wird häufig eine manuelle oder automatische Mittelpufferkupplung verwendet. Bei Eisenbahnen hat sich die automatische Mittelpufferkuppung in den USA und der ehemaligen Sowjetunion durchgesetzt. Eine Umstellung bei den europäischen Bahnen ist aus Kostengründen bislang gescheitert. Nur spezielle Züge (z. B. der Swiss-Express) waren mit automatischen Kupplungen ausgerüstet.
Eine weitere Form der automatischen Kupplung ist die Rangierkupplung, die auf Bremschschläuche und Kabelverbindungen verzichten und somit vom Lokführer ferngesteuert werden kann.

Im Modell hat sich für die Nenngrösse N die Kupplung von Arnold (Klauenkupplung) als einheitliche und schliesslich genormte Standardkupplung durchgesetzt. Grundsätzlich lassen sich mit der Standardkupplung und der Kurzkupplung zwei Kupplungstypen unterscheiden.

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