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Mit Hauptbahnhof (Abk. in der Schweiz HB, in Deutschland und Österreich Hbf) wird der wichtigste Bahnhof einer Stadt bezeichnet, sofern diese mehrere Bahnhöfe besitzt. Der HB kann auch einen Güterbahnhof oder Rangierbahnhof mit einschliessen.
Bei Heissdampflokomotiven wird der im Kessel erzeugte Dampf getrocknet und weiter erhitzt. Durch den damit bis zu 400° C heissen Dampf erreicht die Heissdampflok eine wesentlich höhere Leistung gegenüber der Nassdampflok.
Ein Hauptsignal zeigt an, ob der anschliessende Gleisabschnitt befahren werden darf. Es kann grundsätzlich alle Signalbilder signalisieren und zeigt in der Grundstellung "Halt". Hauptsignale an Strecken mit Streckenblock können nur in die Fahrtstellung gebracht werden, wenn der anschliessende Gleisabschnitt (Zugfolgeabschnitt) frei ist. Ein Hauptsignal wird in der Regel durch ein Vorsignal angekündigt.
H
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Heissdampflok
Hauptbahnhof
Hauptsignal
H0
Die Nenngrösse H0 (gesprochen: Ha-Null, von Halb Null) ist die heute verbreitetste Baugrösse bei Modelleisenbahnen. Nach den Normen Europäischer Modellbahnen (NEM) und den Normen der National Model Railroad Association (NMRA) beträgt der Massstab 1:87. Die Normalspur mit der Modell-Spurweite von 16,5 mm (Vorbild 1435 mm) wird als Spur H0 bezeichnet. Sie hat ihren Ursprung in der Nenngrösse 00 (Spurweite 16,5 mm, Massstab 1:76,2), die in England als Standard gilt.
HAG
Als Hauptgleis wird in der Schweiz ein Gleis bezeichnet, für das ein mit Zugsignalen gesicherter Fahrweg eingestellt werden kann. Mit Rangiersignalen oder anderweitig gesicherte Gleise sind somit keine Hauptgleise.
In Deutschland und in Österreich wird zwischen Haupt- und Nebengleis unterschieden. Gleise, die von Signalen mit "Hauptsignalfahrtstellung" gesichert sind, werden als Hauptgleise, Streckengleise und ihre Fortsetzung im Bahnhof als durchgehende Hauptgleise bezeichnet. Alle anderen Gleise gelten als Nebengleise.
Hauptgleis
Am 1. April 1944 gründeten die Brüder Hugo und Alwin Gahler die Firma H. & A. Gahler zur Produktion von Modelleisenbahnen, damals noch in Grösse 0. Mit zunehmender Konkurrenz und der von Märklin eingeführten Nenngrösse H0 schwand die Nachfrage nach der Spur 0 deutlich, so dass sich die Brüder Gahler schliesslich gezwungen sahen, ihre Produktion auf H0 umzustellen. Das Spur 0 Programm wurde 1957 eingestellt.
1979 wurde die firma HAG in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1982 folgte der Umzug an den heutigen Firmensitz in Mörschwil. Bis heute fertigt die Firma HAG hochwertige Spur H0 Modelle aus Metall, wobei die ursprüngliche Idee der einfach zu verstehenden aber sehr robusten Bauweise nach wie vor im Vordergrund steht.
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Einziges von HAG produziertes Spur N Modell war die SBB Ae 4/7.
Hemmschuh
Hemmschuhe (Bremsschuhe) werden beim Rangieren von Waggons eingesetzt, vor allem zum bremsen von auf einem Ablaufberg abgestossenen Wagen. Dazu wird der Hemmschuh vom Rangierer auf eine Schiene des Gleises gelegt. Der Rangierer muss dabei den Bremsweg des Waggons richtig einschätzen. Der Wagen läuft mit einem Rad auf und wird durch die Reibungskraft des Hemmschuhs auf der Schiene abgebremst. Dabei soll sich das Rad jedoch weiterdrehen, um Flachstellen durch schleifen zu vermeiden.
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Hemmschuh zum Abbremsen von Schienenfahrzeugen. (Foto: ROBEL)
Eine Eisenbahnbrücke, die ein anderes Gleis oder eine andere Strecke überquert, wird als Kreuzungsbauwerk bezeichnet, das eine Höhenfreie Kreuzung erlaubt. Die Kreuzung auf unterschiedlich hohem Niveau hat den Vorteil, dass sich die kreuzenden Gleise oder Strecken nicht berühren und so ein unbehinderter Betrieb möglich ist.
Ein Hochgeschwindigkeitszug ist ein Zug, der mit hoher Geschwindigkeit verkehrt. Genau festgelegt ist dieser Bereich nicht, im allgemeinen wird bei Geschwindigkeiten ab 200 km/h von Hochgeschwindigkeit gesprochen. Im fahrplanmässigen Verkehr erreichen Hochgeschwindigkeitszüge heute eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 350 km/h (Peking - Tianjin), der Weltrekord wurde von einem modifizierten TGV (V150) bei 574,8 km/h erreciht. Als Züge werden grösstenteils möglichst leicht gebaute elektrische Triebzüge mit mehreren angetriebenen Achsen oder Allachsantrieb eingesetzt, um eine hohe Zugkraft zu erreichen. In die Konstruktion der Züge fliessen Kenntnisse, Bauweisen und Materialien aus der Luft- und Raumfahrttechnik mit ein.
Hochgeschwindigkeits-
zug
Hochgeschwindigkeits-
verkehr
Höhenfreie Kreuzung
Der Begriff Hochgeschwindigkeitsverkehr bezeichnet den fahrplanmässigen Zugverkehr mit Geschwindigkeiten über 200 km/h. Dazu sind neben den leistungsstarken Hochgeschwindigkeitszügen entsprechend ausgebaute Schnellfahrstrecken und ein angepasstes Zugleitsystem erforderlich (s. Zugsicherung, ETCS).
Hornby
Hohlwellenantrieb
Hybridlokomotive
Der Hohlwellenantrieb erhielt seine Bezeichnung aus der Wirkungsweise, bei der die Kraftübetragung vom Antrieb primär über ein Ritzel auf eine die Radsatzwelle umgebende Hohlwelle erfolgt.
Die älteste Bauform eines Hohlwellenantriebes ist der Westinghouse-Federantrieb, der bei den Pennsylvania GG1 Verwendung fand. Die Schweizer Sécheron-Werke (SAAS) bauten den Westinghouse-Antrieb zuerst in Lizenz für die Be 4/7, Ae 3/5 und Ae 3/6 III der SBB. Eine Weiterentwicklung war der Sécheron-Federantrieb, wie er ab 1926 bei den Ae 6/8 der BLS eingebaut wurde und bei dem die Verwendung kleinerer Räder möglich war.
Eine nächste Weiterentwicklung des Westinghouse-Antriebs war der Federtopf-Antrieb, der von der Deutschen Reichsbahn bei den Baureihen E 04, E 17, E 18 und E 19 eingesetzt wurde. Wiederum eine Weiterentwicklung des Federtopfantriebs war der Gummiringfederantrieb, der auch das Anfahren unter schwerer Last besser ermöglicht. Dieser Antrieb kam u. a bei den E-Loks E10 und E40 der DB zum Einsatz und wurde auch bei den Baureihen 111 oder 151 noch verwendet.
1901 erhielt Frank Hornby ein Patent auf seinen Meccano-Metallbaukasten. Seine unter dem Namen Meccano Ltd. gegründete Firma brachte 1920 die erste Spielzeugeisenbahn als Uhrwerksbahn in Spur 0 heraus. 1925 folgte eine elektrisch betriebene Bahn, die 1929 von Wechselstrom auf Gleichstrom umgestellt wurde. 1938 brachte Hornby eine Bahn in der Nenngrösse 00 mit der Bezeichnung Hornby Dublo auf den Markt, die mit dem Mittelleiter-Gleissystem funktionierte. Die Lokomotiven waren aus Metalldruckguss, die Wagen aus lithographiertem Blech gefertigt.
1959 wechselte Hornby vom Mittelleiter- zum vorbildgerechteren Zweileiter-Gleissystem. Mit der Übernahme der Meccano Ltd 1964 durch Tri-ang Railways firmierte das Unternehmen neu als Tri-ang Hornby und produzierte nunmehr die preiswerteren Kunststoff-Modelle von Tri-ang. 1971 wurde Tri-ang Hornby an Dunbee-Combex-Marx verkauft und ab 1972 als Hornby Railways weiter geführt. In den folgenden Jahren wurden die Modelle in ihrer Detailierung überarbeitet, dazu kam mit "Zero1" ein analoges Mehrzugsystem heraus, ein Vorläufer des heutigen DCC-Digtalsystems.
Zwischen 1995 und 1999 verlagerte Hornby die Produktion nach China, um dem wachsenden Konkurrenzdruck standhalten zu können. Mit der Übernahme von Lima 2006 kamen auch die Produkte von Arnold, Jouef und Rivarossi, die zuvor ihrerseits von Lima aufgekauft worden waren, zu Hornby. Das Modellbahnprogramm der Dachgesellschaft Hornby Hobbies Limited läuft heute unter dem Namen Hornby Railways. Das Spur N Sortiment wird, da vorrangig die alten Arnold-Formen verwendet werden, unter dem Markennamen Arnold vertrieben.
Hybridlokomotiven (Zweikraftlokomotiven) verfügen über zwei unterschiedliche Antriebe. Ein typisches Beispiel für eine Hybridlok ist eine dieselelektrisch angetiebene Lokomotive, die den Strom für die Fahrmotoren auch aus der Fahrleitung beziehen kann. Die Hybridlok kann also sowohl auf nicht elektrifizierten Strecken als auch auf Strecken mit Fahrleitung verkehren, so dass ein aufwendiger Lokwechsel entfällt.
Bei den Bahnstrecke wird zwischen Hauptbahnen und Nebenbahnen unterschieden, wobei die genaue Definition je nach Land unterschiedlich sein kann. Unterscheidungsmermale sind u. a. die Spurweite, die Fahrgeschwindigkeit, Bogenradien, Achslast oder die Sicherungstechnik.
Hauptbahnen sind grundsätzlich Strecken mit grösserer Bedeutung. In der Schweiz sind Hauptbahnen normalspurige Strecken, die den nationalen und internationalen Durchgangsverkehr bedienen.
Normalspurige Nebenbahnen dienen hauptsächlch dem Verkehr in bestimmten Regionen, sie sind meist eingleisig und einfacher ausgebaut. Sie verkehren mit geringerer Höchstgeschwindigkeit, können dafür aber engere Bogenradien und ein vereinfachtes Signalsystem aufweisen.
In der Schweiz zählen auch alle Schmalspurbahnen, Zahnradbahnen, Strassenbahnen und Standseilbahnen zu den Nebenbahnen.
Hauptbahn
und Nebenbahn
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